Ersatzteilmanagement als Zukunftsmarkt für Logistikdienstleister
Aktuelle Online-Studie:
Vielversprechende
Optionen zur Erhöhung der Wertschöpfungstiefe bieten sich für Logistikdienstleister im
Ersatzteilmanagement. Bspw. können zusätzlich
zu konventionellen Transport- und Lagerleistungen zur Verbesserung von
Ersatzteilservices prüfende oder technische oder Finanzdienstleistungen
angeboten werden.
Eine laufende Studie soll für
Logistikdienstleister Trends und Voraussetzungen für entsprechende
Geschäftsfelder detailliert aufzeigen.
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Dank für Ihr Interesse und Ihre Unterstützung.
Ausgangssituation:
Logistikdienstleister
(LDL) müssen dem Kostendruck der „klassischen“ Dienstleistungen, wie
Transport, Umschlag und Lagerung (TUL), zunehmend ausweichen. Die
Hinzunahme weiterer Wertschöpfungspotenziale ist hierfür eine
erfolgversprechende Strategie. Wurden ursprünglich nur Basisfunktionen
wie TUL angeboten, geht der Trend in Richtung Kontraktlogistik, 3rd und
4th Party Logistics.
Vielversprechende Optionen zur Erhöhung der
Wertschöpfungstiefe bieten sich für Logistikdienstleister im After
Sales-Bereich, konkret in der Ersatzteilversorgung. Bspw. können
zusätzlich zu konventionellen Transport- und Lagerleistungen zur
Verbesserung der Verfügbarkeit Field Stock und Emergency Delivery
angeboten werden. Darüber hinaus können Finanzdienstleistungen (bspw.
die Finanzierung von Ersatzteilbeständen) oder Montageleistungen (bspw.
Einbau von Ersatzteilen) übernommen werden.
Im Extremfall können
produzierende Unternehmen die gesamte Ersatzteilversorgung dem
Logistikdienstleister überantworten, welcher dann selbst für
Disposition, Lagerung, Finanzierung, Versorgung der Kunden etc.
verantwortlich ist. Dem Logistikdienstleister bietet das neben dem
Vorteil der Diversifikation eine Absicherung, da die Versorgung der
Kunden mit Ersatzteilen nicht räumlich verlagert werden kann.
Für den
Kunden kann die Auslagerung des Ersatzteilmanagements aus verschiedenen
Gründen vorteilhaft sein, u. a. Senkung des Umlaufvermögens, Freigabe
knapper Lagerkapazitäten, Absicherung einer europaweiten Belieferung
sowie Konzentration auf Kernkompetenzen (Neuproduktgeschäft). Des
Weiteren verspricht die zunehmende Serviceorientierung der
Logistikdienstleister langfristige Erfolgspotenziale, gerade wenn – wie
aktuell – Investitionen bei Industrieunternehmen eher zurückgestellt
und bestehende Maschinen und Anlagen länger mit Ersatzteilen versorgt
werden.
Problemstellung:
Bislang
ist die Aufteilung der Leistungen zwischen Logistikdienstleister und
deren Kunden häufig intransparent. Für Logistikdienstleister, welche
zukünftig im Geschäft der Ersatzteilversorgung erfolgreich agieren
wollen, fehlen Entscheidungshilfen und dokumentierte Beispiele (Best
Practice), die die Transformation begleiten.
Projektziel:
Ziel dieses Forschungsvorhabens ist es, ein Instrument zur
Entscheidungsunterstützung der individuellen Transformation von
Logistikdienstleistern im Ersatzteilmanagement zu entwickeln. Mit
diesem sollen Logistikdienstleister in die Lage versetzt werden,
innerhalb des Geschäftsfelds Ersatzteilmanagement ihren optimalen
Wertschöpfungsgrad ermitteln zu können.
Geplante Ergebnisse:
- Ein
softwarebasierte-Tool welcher den Logistikdienstleister bei der
Erstellung von Prognosen zu Ersatzteil-Leistungsangeboten unterstützt
- Ein Anforderungskatalog, mit dem
Logistikdienstleister ihre Zukunftsfähigkeit im Ersatzteilgeschäft
überprüfen und gezielt verbessern können
- Dokumentierte Fallbeispiele der
verschiedenen Ausbaustufen des Geschäftsfelds des
Ersatzteilmanagements, welche als Orientierung dienen können
- Ein Handlungsleitfaden, welcher die
Logistikdienstleister bei der Realisierung zusätzlicher
Dienstleistungen in der Ersatzteilversorgung unterstützt
Laufzeit:
Das Projekt startete am 01.05.2010 und endet am 30.04.2012.
Das IGF-Vorhaben 16562 N/1 der
Forschungsvereinigung
Gesellschaft für Verkehrsbetriebswirtschaft und Logistik e.V. - GVB,
Wiesenweg 2, 93352 Rohr wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur
Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung
(IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie aufgrund
eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.