Forschungsschwerpunkt

Ersatzteilmanagement


 



ET-LDL

Ersatzteilmanagement als Zukunftsmarkt für Logistikdienstleister


Aktuelle Online-Studie:

Vielversprechende Optionen zur Erhöhung der Wertschöpfungstiefe bieten sich für Logistikdienstleister im Ersatzteilmanagement. Bspw. können zusätzlich zu konventionellen Transport- und Lagerleistungen zur Verbesserung von Ersatzteilservices prüfende oder technische oder Finanzdienstleistungen angeboten werden.

Eine laufende Studie soll für Logistikdienstleister Trends und Voraussetzungen für entsprechende Geschäftsfelder detailliert aufzeigen.
Hier können Sie an dieser Online-Studie teilnehmen.

Ihre Teilnahme dauert je nach Antwortverlauf ca. 10 - 30 Minuten und trägt entscheidend zur Aussagekraft der Studienergebnisse bei. Selbstverständlich werden Ihre Daten anonym behandelt. Natürlich erhalten Sie die ausführlichen Studienergebnisse kostenlos.

Vielen Dank für Ihr Interesse und Ihre Unterstützung.


Ausgangssituation:

Logistikdienstleister (LDL) müssen dem Kostendruck der „klassischen“ Dienstleistungen, wie Transport, Umschlag und Lagerung (TUL), zunehmend ausweichen. Die Hinzunahme weiterer Wertschöpfungspotenziale ist hierfür eine erfolgversprechende Strategie. Wurden ursprünglich nur Basisfunktionen wie TUL angeboten, geht der Trend in Richtung Kontraktlogistik, 3rd und 4th Party Logistics. 

Vielversprechende Optionen zur Erhöhung der Wertschöpfungstiefe bieten sich für Logistikdienstleister im After Sales-Bereich, konkret in der Ersatzteilversorgung. Bspw. können zusätzlich zu konventionellen Transport- und Lagerleistungen zur Verbesserung der Verfügbarkeit Field Stock und Emergency Delivery angeboten werden. Darüber hinaus können Finanzdienstleistungen (bspw. die Finanzierung von Ersatzteilbeständen) oder Montageleistungen (bspw. Einbau von Ersatzteilen) übernommen werden. 

Im Extremfall können produzierende Unternehmen die gesamte Ersatzteilversorgung dem Logistikdienstleister überantworten, welcher dann selbst für Disposition, Lagerung, Finanzierung, Versorgung der Kunden etc. verantwortlich ist. Dem Logistikdienstleister bietet das neben dem Vorteil der Diversifikation eine Absicherung, da die Versorgung der Kunden mit Ersatzteilen nicht räumlich verlagert werden kann. 

Für den Kunden kann die Auslagerung des Ersatzteilmanagements aus verschiedenen Gründen vorteilhaft sein, u. a. Senkung des Umlaufvermögens, Freigabe knapper Lagerkapazitäten, Absicherung einer europaweiten Belieferung sowie Konzentration auf Kernkompetenzen (Neuproduktgeschäft). Des Weiteren verspricht die zunehmende Serviceorientierung der Logistikdienstleister langfristige Erfolgspotenziale, gerade wenn – wie aktuell – Investitionen bei Industrieunternehmen eher zurückgestellt und bestehende Maschinen und Anlagen länger mit Ersatzteilen versorgt werden.


Problemstellung:

Bislang ist die Aufteilung der Leistungen zwischen Logistikdienstleister und deren Kunden häufig intransparent. Für Logistikdienstleister, welche zukünftig im Geschäft der Ersatzteilversorgung erfolgreich agieren wollen, fehlen Entscheidungshilfen und dokumentierte Beispiele (Best Practice), die die Transformation begleiten.


Projektziel:

Ziel dieses Forschungsvorhabens ist es, ein Instrument zur Entscheidungsunterstützung der individuellen Transformation von Logistikdienstleistern im Ersatzteilmanagement zu entwickeln. Mit diesem sollen Logistikdienstleister in die Lage versetzt werden, innerhalb des Geschäftsfelds Ersatzteilmanagement ihren optimalen Wertschöpfungsgrad ermitteln zu können.


Geplante Ergebnisse:

  • Ein softwarebasierte-Tool welcher den Logistikdienstleister bei der Erstellung von Prognosen zu Ersatzteil-Leistungsangeboten unterstützt
  • Ein Anforderungskatalog, mit dem Logistikdienstleister ihre Zukunftsfähigkeit im Ersatzteilgeschäft überprüfen und gezielt verbessern können
  • Dokumentierte Fallbeispiele der verschiedenen Ausbaustufen des Geschäftsfelds des Ersatzteilmanagements, welche als Orientierung dienen können
  • Ein Handlungsleitfaden, welcher die Logistikdienstleister bei der Realisierung zusätzlicher Dienstleistungen in der Ersatzteilversorgung unterstützt


Laufzeit:

Das Projekt startete am 01.05.2010 und endet am 30.04.2012.

Das IGF-Vorhaben 16562 N/1 der Forschungsvereinigung Gesellschaft für Verkehrsbetriebswirtschaft und Logistik e.V. - GVB, Wiesenweg 2, 93352 Rohr wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.


 

 

Förderer: